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Eine kurze Geschichte von sieben Morden

Marion James

Jamaika, 1976: Sieben bewaffnete Männer dringen in das Haus des Reggae-Musikers Bob Marley ein und eröffnen das Feuer. Marleys Manager wirft sich schützend über ihn und erleidet dabei lebensgefährliche Verletzungen. Marleys Frau Rita wird ebenfalls schwer verwundet, er selbst bleibt mit leichteren Verletzungen an Armen und Brust zurück. Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Ausgehend von dem Attentat und den Spekulationen, die sich darum ranken, entwirft Marlon James ein vielseitiges Stimmungsbild Jamaikas in den 70er und 80er Jahren voll Gewalt, politischer Willkür, Drogen und Intrigen, ausgestaltet bis ins kleinste Detail.

WINTER WARNUNG

Jerome Charyn

Todfeinde hatte Isaac Sidel schon immer, aber diesmal ist alles anders. Jetzt ist er da, wo er nie hinwollte: im Weißen Haus, als Präsident der Vereinigten Staaten. Den Law-and-Order-Mann von der Lower East Side hatte keiner auf der Rechnung, und als Neuling verfängt er sich prompt im Netz der Macht. Er kann keinen Schritt mehr ohne den Secret Service und seinen Adjutanten mit dem Atomkoffer tun. Seine Glock ist nur noch Requisit – und seine Partei würde ihn lieber heute als morgen absägen.


Bald zeigt sich, Isaacs Leben ist in höchster Gefahr. Doch wer betreibt seinen Tod und warum? Die Washingtoner Elite, ­Gangstersyndikate, Spätkommunisten, die Finanzwelt? Unaufhaltsam dreht sich die Spirale einer weltumspannenden Verschwörung. Und Präsident Sidel ist die Spielfigur einer aberwitzigen Lotterie um Leben und Tod.

Nackter Mann, der brennt

Friedrich Ani

Im Alter von vierzehn Jahren flieht ein Junge aus dem süddeutschen Dorf Heiligsheim. Vierzig Jahre später kehrt er als Ludwig, »Luggi« Dragomir zurück: Alkohol, Drogen und alle gegen sich und die anderen ausgefochtenen Kriege in Berlin verhinderten nicht das ständige Wiederleben des Missbrauchs seiner Spielkameraden und seiner selbst durch die Honoratioren von Heiligsheim. Die Schuldgefühle, diese Jungen nicht beschützt zu haben, treiben ihn an: »Je mehr Zeit ich im Dorf verbrachte, desto mehr Kinder kamen zurück und scharten sich in meinem Kopf ums schwarze Brot der Erinnerung.«

Seit seiner Anwesenheit  verschwinden gleich mehrere ältere Herren, einige werden tot aufgefunden – ob durch Unfall oder Mord, das versucht Kommissarin Anna Darko herauszufinden. Dabei gerät auch Ludwig ins Visier, da er ein Verhältnis hat mit der Ehefrau eines der Vermissten, den er als Gefangenen im eigenen Haus malträtiert. Denn in Ludwig Dragomir hatte Wut die Oberhand erlangt, und nun »durfte sie brennen«: »Da stand ich, am Rand der Nacht, zum Morden geboren, zum Sterben bereit und starb nicht und mordete noch lang nicht genug.«